Ein besonderer Meilenstein: David Kropfgans zum Meister ernannt – 5. PG

5. Lehrergrad (PG) im Avci Wing Tsun erfolgreich abgelegt
Tolle Neuigkeiten aus unseren Schulen:
Am Samstag, den 11. Januar 2025, wurde David Kropfgans im Rahmen eines Speziallehrgangs in der Akademie Köln vom Verbandsleiter der WTEO, GM Salih Avci, erfolgreich auf den 5. Lehrergrad im Avci Wing Tsun geprüft.
Im Anschluss erfolgte – vor der anwesenden Lehrerschaft – seine Ernennung zum Meister im Avci Wing Tsun.
Ein besonderer Moment.
Und sicherlich einer, den man nicht jeden Tag erlebt.
Der 5. Lehrergrad – ein außergewöhnlicher Weg
Der 5. Lehrergrad, auch als Praktikergrad bezeichnet, ist eine besondere Graduierung.
Der Weg dorthin besteht nicht allein aus dem Erlernen und Beherrschen von Techniken. Er erfordert über viele Jahre hinweg Disziplin, Geduld, Beharrlichkeit, Engagement, körperliche und mentale Belastbarkeit sowie die Bereitschaft, sich immer wieder mit sich selbst und der eigenen Kampfkunst auseinanderzusetzen.
Schon der erste Lehrergrad beziehungsweise der erste „schwarze Gürtel“ stellt für viele Kampfkünstler einen wichtigen Meilenstein dar.
Der Weg darüber hinaus wird zunehmend anspruchsvoller.
Wer einen Praktikergrad erreichen möchte, muss sich über viele Jahre intensiv mit seiner Kampfkunst auseinandersetzen – nicht nur als Trainierender, sondern auch als Lehrer und Praktiker.
Kampfkunst nicht nur trainieren – sie leben
Wer David kennt, weiß, dass Kampfkunst für ihn weit mehr ist als ein Hobby.
Er trainiert Kampfkunst nicht nur – er lebt sie.
Sein persönlicher Weg war dabei schon immer vielseitig.
Neben dem kontinuierlichen Studium seines eigenen Systems beschäftigte und beschäftigt er sich mit unterschiedlichen Kampfkünsten, Trainingsansätzen und Interpretationen.
Diese Erfahrungen sind auch in seiner persönlichen, ausgesprochen praxisorientierten und kämpferischen Interpretation des Wing Tsun erkennbar.
Mit dem Erreichen des Praktikergrades verändert sich dabei auch der Blick auf das zuvor Gelernte.
Es geht zunehmend weniger darum, vorgegebene Abläufe lediglich reproduzieren zu können.
Vielmehr geht es darum, die zugrunde liegenden Prinzipien zu verstehen und sie flexibel, situationsbezogen und eigenverantwortlich anzuwenden.
Formen, Programme und festgelegte Abläufe bleiben dabei wichtige Bestandteile des Ausbildungsweges. Der Praktiker ist jedoch zunehmend in der Lage, sich von deren äußerer Form zu lösen und die dahinterliegenden Prinzipien in unterschiedlichen Situationen wiederzuerkennen und umzusetzen.
Meisterschaft ist kein Titel
Gerade in einer Zeit, in der die Bezeichnung „Meister“ in den unterschiedlichsten Zusammenhängen verwendet wird, sehen wir eine solche Ernennung als etwas Besonderes.
Für David ist der 5. Lehrergrad deshalb nicht einfach eine weitere Graduierung.
Nach rund 35 Jahren eigener Beschäftigung mit Kampfsport und Kampfkunst, davon knapp 25 Jahre als direkter Schüler von GM Salih Avci, sowie vielen Jahren eigener Lehrtätigkeit ist diese Ernennung der sichtbare Ausdruck eines sehr langen Ausbildungsweges.
Besonders ist dabei für uns auch die Tatsache, dass David nicht selbst über seine Meisterschaft entschieden hat.
Er wurde nach einem langjährigen Ausbildungsweg von seinem eigenen Lehrer geprüft und anschließend zum Meister ernannt.
Für uns liegt genau darin ein wesentlicher Unterschied:
Meisterschaft ist nicht nur eine Frage der Farbe des Gürtels oder der Bezeichnung eines Grades. Sie zeigt sich vor allem in Können, Erfahrung, Verantwortung und in der Bereitschaft, Wissen an andere weiterzugeben.
Zwei Brüder. Zwei Meister. Ein gemeinsamer Weg.
Mit Davids Ernennung hat sich auch für unsere Schulen etwas Besonderes ergeben.
An unseren Standorten Borken und Wesel unterrichten nun zwei Brüder gemeinsam, die beide über einen Meistergrad verfügen und seit Jahrzehnten miteinander trainieren, voneinander lernen und gemeinsam unterrichten.
Der gemeinsame Weg begann lange vor unseren eigenen Schulen und reicht bis heute.
Wir haben gemeinsam trainiert, gemeinsam unterrichtet, gemeinsam Lehrgänge besucht, gemeinsam Prüfungen erlebt – und natürlich auch kontrovers diskutiert.
Vielleicht gehört gerade das dazu, wenn zwei Brüder seit Jahrzehnten gemeinsam Kampfkunst betreiben.
Umso schöner ist es, einen solchen Moment gemeinsam erleben zu dürfen.
Und selbstverständlich bleibt trotz aller Graduierungen eines unverändert:
Wir sind weiterhin Schüler.
Denn wer glaubt, am Ende des Weges angekommen zu sein, hat vermutlich aufgehört zu lernen.
Yoda-Sensei sagte einst:
„Immer zu zweit sie sind. Nicht mehr, nicht weniger.“
Brüder Kropfgans.
Herzlichen Glückwunsch, David.
Höchsten Respekt, Anerkennung und Stolz für diesen außergewöhnlichen Weg und die erbrachte Leistung.
Lars Kirz
Gebr. Kropfgans GbR
SCHUTZKOMPASS
Selbstverteidigungsschulen Borken & Wesel